Die Gymnasiale Oberstufe

Die Jahrgangsstufen EF, Q1 und Q2

Die gymnasiale Oberstufe dauert drei Jahre und gliedert sich in die Einführungs- und Qualifikationsphase. In der Einführungsphase EF werden die Schülerinnen und Schüler mit den inhaltlichen und methodischen Anforderungen der gymnasialen Oberstufe vertraut gemacht. Die Qualifikationsphase baut darauf auf und bereitet systematisch auf die Abiturprüfung vor. Die Leistungen der Qualifikationsphase gehen in die Abiturnote ein. Die Abiturprüfung findet am Ende des zweiten Jahres der Qualifikationsphase Q2 statt. Mit dem Bestehen der Abiturprüfung wird die Allgemeine Hochschulreife erworben. Sie befähigt zum Studium an einer Hochschule und öffnet zugleich den Weg in eine berufliche Ausbildung außerhalb der Hochschule.

Welche Fächer werden angeboten?

Die Unterrichtsfächer in der gymnasialen Oberstufe sind folgenden drei Aufgabenfeldern zugeordnet:

Die Fächer Religionslehre und Sport gehören keinem Aufgabenfeld an.

Zur Sicherung einer gemeinsamen Grundbildung muss in allen individuellen Schullaufbahnen der Schülerinnen und Schüler jedes Aufgabenfeld durchgängig bis zur Abiturprüfung repräsentiert sein. Kein Aufgabenfeld kann abgewählt oder zugunsten eines anderen ausgetauscht werden.

Welche Kurse werden zusätzlich angeboten?

Am Schloß-Gymnasium werden Vertiefungsfächer und Projektkurse angeboten, die das Fächer- und Kursspektrum erweitern.

Vertiefungsfächer können in den Kernfächern Deutsch, Mathematik und den Fremdsprachen angeboten werden und dienen der begleitenden Förderung von Kompetenzen. Sie werden zweistündig unterrichtet und können im halbjährigen Wechsel belegt werden. In der Einführungsphase können je Halbjahr bis zu zwei Vertiefungsfächer gewählt werden; in den zwei Jahren der Qualifikationsphase ist eine Belegung von insgesamt zwei Halbjahreskursen möglich. Die Leistungen in Vertiefungsfächern werden in Form von qualifizierenden Bemerkungen („teilgenommen“, „mit Erfolg teilgenommen“, „mit besonderem Erfolg teilgenommen“) auf dem Zeugnis ausgewiesen. Vertiefungsfächer werden zwar auf die verpflichtend zu belegende Wochenstundenzahl angerechnet, können jedoch nicht im Rahmen der Gesamtqualifikation in die Abiturnote einfließen.

Projektkurse werden im zweiten Jahr der Qualifikationsphase zur freien Wahl angeboten und als zweistündige Jahreskurse unterrichtet. Sie sind in ihrem fachlichen Schwerpunkt an die in der Qualifikationsphase unterrichteten Fächer (Referenzfächer) angebunden, bieten aber Spielraum für die inhaltliche Ausgestaltung sowie für fachübergreifen- des Arbeiten. Sie können auch jahrgangsstufenübergreifend angeboten werden. Projektkurse stellen keine Ausweitung des Fachunterrichts dar und können daher nicht zur Abdeckung der für den Unterricht verbindlichen Lehrplananforderungen herangezogen werden. Sie beziehen sich auf einen fachbezogenen oder fächerverbindenden thematischen Schwerpunkt, der in zwei aufeinander folgenden Halbjahren erarbeitet wird. Am Schloß werden angeboten:

  Projektkurs Astronomie,
  Projektkurs Recht,
  Projektkurs Psychologie,
  Projektkurs Pharmazie,
  Projektkurs Geschichte

Die Abschlussnote in einem Projektkurs umfasst die Leistungen in zwei Halbjahren und kann bei der Berechnung der Gesamtqualifikation nur in doppelter Wertung in die Abiturnote einfließen. Die Einbringung nur eines Halbjahres ist nicht möglich. Projektkurse können in Form einer besonderen Lernleistung in das Abitur eingebracht werden. In diesem Fall findet im Rahmen der Abiturprüfung eine mündliche Prüfung (Kolloquium) statt. Eine besondere Lernleistung wird wie ein fünftes Abiturfach gewertet.

Wie ist der Unterricht organisiert?

Die Fächer der gymnasialen Oberstufe werden in der Einführungsphase in Grundkursen und ab der Qualifikationsphase in Grund- und Leistungskursen unterrichtet.
Grundkurse werden dreistündig, in den neu einsetzenden Fremdsprachen ab der Einführungsphase vierstündig unterrichtet.
In der Qualifikationsphase werden zwei Fächer als Leis- tungskurse gewählt. Sie werden fünfstündig unterrichtet.
Grund- und Leistungskurse unterscheiden sich im Umfang der Themen, in der Intensität ihrer Behandlung und im Grad der methodisch-wissenschaftlichen Erarbeitung.
Vertiefungsfächer und Projektkurse werden jeweils zwei- stündig unterrichtet.

In dreistündigen Zusatzkursen können Pflichtbelegungen in Geschichte, Sozialwissenschaften und Literatur abgedeckt werden. Wie die Projektkurse gehören sie zu den wenigen Kursen, die später noch hinzu gewählt werden können. In der Regel müssen Kurse in der Einführungsphase beginnen, damit sie später fortsetzen oder abwählen kann. Zusatzkurse können keine Abiturfächer sein.