Die Planung der Schullaufbahn

Individuelle Schullaufbahn 

In der gymnasialen Oberstufe können Schülerinnen und Schüler die eigene Schullaufbahn individuell gestalten und Schwerpunkte setzen:

Sie wählen im Rahmen des Fachangebotes ihrer Schule zwischen verschiedenen Fremdsprachen, gesellschaftswissenschaftlichen sowie naturwissenschaftlichen Fächern.

Sie bilden einen fachlichen Schwerpunkt durch die Belegung von entweder - zwei Fremdsprachen oder - zwei naturwissenschaftlich-technischen Fächern.

Sie entscheiden ab der Qualifikationsphase, ob sie die Pflichtbedingungen in Kunst oder Musik durch eines dieser Fächer oder durch die Belegung von zwei Kursen in Literatur oder durch zwei instrumental- beziehungsweise vokalpraktische Kurse erfüllen wollen.

Sie entscheiden, ob sie eine oder mehrere Fremdsprachen aus der Sekundarstufe I durchgängig fortsetzen. Sie können auch eine neue Fremdsprache erlernen.

Sie können sich für einen Projektkurs entscheiden oder ergänzende Förderung in Vertiefungsfächern erhalten.

Sehr hilfreich ist LuPO, Laufbahnberatungs- und  Planungstool, das anzeigt, welche Kurskombinationen möglich sind. Siehe auch

    --> LuPO: Laufbahnberatungs-  und  Planungstool  

und

   --> Laufbahnbeispiele 

 

Vorgaben für die Fächerbelegung

Durch die Fächerwahl in der Einführungsphase wird die weitere Schullaufbahn wesentlich bestimmt. Daher müssen bei der Belegung der Fächer zu Beginn der Einführungsphase die Vorgaben für die Qualifikationsphase und die Wahl der Abiturfächer mitbedacht werden. Die Festlegung des dritten und vierten Abiturfaches erfolgt zu Beginn des zweiten Jahres der Qualifikationsphase.

 

Wochenstundenzahl

In der Einführungsphase und in der Qualifikationsphase beträgt die Wochenstundenzahl im Durchschnitt jeweils 34 Unterrichtsstunden. Der Pflichtunterricht in den drei Jahren der gymnasialen Oberstufe umfasst insgesamt 102 Wochenstunden.

 

Allgemeine Belegungsverpflichtungen

Bis zum Abitur müssen folgende Fächer durchgängig belegt werden: Deutsch, eine Fremdsprache, Mathe- matik, ein gesellschaftswissenschaftliches und ein naturwissenschaftliches Fach (Biologie, Physik, Chemie), Sport und die Abiturfächer.

In den vier Halbjahren der Qualifikationsphase müssen - acht Leistungskurse und - mindestens 30 anrechenbare Grundkurse für die Gesamtqualifikation nachgewiesen werden.

Schülerinnen und Schüler, die in der Sekundarstufe I keine zweite Fremdsprache erlernt haben, müssen in der gymnasialen Oberstufe eine neu einsetzende Fremdsprache als vierstündigen Grundkurs durchgängig bis zum Ende der Qualifikationsphase belegen.

Bis zum Abitur muss entweder eine weitere Fremdsprache oder ein zusätzliches naturwissenschaftlich- technisches Fach durchgängig gewählt werden.

 

Wahl der Abiturfächer

Als Abiturfächer können nur Fächer gewählt werden, die von der Einführungsphase an belegt und in denen spätestens mit Beginn der Qualifikationsphase Klau- suren geschrieben werden.

Die vier Abiturfächer müssen das sprachlich-literarisch-künstlerische, das gesellschaftswissenschaftliche und das mathematisch-naturwissenschaftlich- technische Aufgabenfeld abdecken.

Das sprachlich-literarisch-künstlerische Aufgabenfeld wird nur durch Deutsch oder eine Fremdsprache abgedeckt.

Unter den vier Abiturfächern müssen zwei der folgenden Fächer sein: - eine Fremdsprache - Deutsch - Mathematik.

Das erste Leistungskursfach muss eine aus der Sekundarstufe I fortgeführte Fremdsprache oder Mathematik oder eine Naturwissenschaft oder Deutsch sein.

Das zweite Leistungskursfach ist im Rahmen der Vorgaben und der Möglichkeiten der Schule frei wählbar.

Religionslehre ist keinem Aufgabenfeld zugeordnet, kann aber in der Abiturprüfung das gesellschaftswissenschaftliche Aufgabenfeld vertreten. In diesem Fall muss zusätzlich ein gesellschaftswissenschaftliches Fach durchgängig belegt werden.

Schülerinnen und Schüler, die sich vom Religionsunterricht befreien lassen, wählen als Ersatzfach Philosophie. Wird Philosophie als Abiturfach gewählt, müssen in der Qualifikationsphase zwei Kurse in einem gesellschaftswissenschaftlichen Fach zusätzlich als Ersatz für Religionslehre belegt werden; dies können auch die Fächer Geschichte und Sozialwissenschaften sein, nicht jedoch die Pflichtkurse in diesen Fächern.

Religionslehre und Sport können nicht gleichzeitig Abiturfächer sein.

 

Einführungsphase

In der Einführungsphase werden alle Fächer in Grund- kursen unterrichtet. In beiden Halbjahren müssen jeweils mindestens

neun Kurse im Pflichtbereich und
zwei Kurse aus dem Wahlbereich

belegt werden. Weitere Kurse oder Arbeitsgemeinschaften sind im Rahmen der Möglichkeiten der Schule wählbar. Zehn Fächer gehen in die Versetzung ein.

 

Pflichtbelegung

Durchgängig bis zum Ende der Einführungsphase sind zu belegen:

im sprachlich-literarisch-künstlerischen Aufgabenfeld
1. Deutsch
2. eine aus der Sekundarstufe I fortgeführte Fremdsprache
3. eine weitere Fremdsprache, sofern nicht zwei Fächer aus dem naturwissenschaftlich-technischen Bereich gewählt werden
4. eine neu einsetzende Fremdsprache, sofern in der Sekundarstufe I keine zweite Fremdsprache erlernt wurde
5. Kunst oder Musik

im gesellschaftswissenschaftlichen Aufgabenfeld
ein Fach dieses Aufgabenfeldes

im mathematisch-naturwissenschaftlich- technischen Aufgabenfeld
1. Mathematik
2. Biologie oder Physik oder Chemie
3. ein weiteres naturwissenschaftlich-technisches Fach, sofern nicht zwei Fremdsprachen gewählt werden

Religionslehre (beziehungsweise Philosophie als Ersatzfach)

Sport

im Wahlbereich
weitere Fächer und/oder Vertiefungsfächer

 

Qualifikationsphase

Die Pflichtbelegungen werden durch Grund- oder Leistungskursfächer erfüllt. In der Qualifikationsphase wählen die Schülerinnen und Schüler

zwei Fächer als Leistungskursfächer und
in einem Jahr der Qualifikationsphase mindestens sieben, in dem anderen acht für die Gesamtqualifikation anrechenbare Grundkursfächer.

 Darüber hinaus müssen die Bedingungen für die Wahl der Abiturfächer beachtet werden. Zur Einhaltung der durchschnittlichen Wochenstundenzahl werden entweder weitere Grundkurse oder ein Projektkurs gewählt.

 Pflichtbelegung

Durchgehend bis zum Ende der Qualifikationsphase sind zu belegen:

1. Deutsch

2. eine Fremdsprache

3. ein aus der Einführungsphase fortgeführtes Fach des gesellschaftswissenschaftlichen Aufgabenfeldes

3. Mathematik

4. eine aus der Einführungsphase fortgeführte Naturwissenschaft (Biologie oder Physik oder Chemie)

5. Sport

6. eine weitere Fremdsprache oder ein weiteres naturwissenschaftlich-technisches Fach.

 In mindestens zwei aufeinander folgenden Halbjahren sind zu belegen:

7. Religionslehre, ersatzweise Philosophie (Fortführung bis zum Ende des ersten Jahres der Qualifikationsphase)

8. Kunst oder Musik; alternativ zwei aufeinander folgende Kurse in Literatur oder zwei aufeinander folgende instrumental- beziehungsweise vokalpraktische Kurse

9. Geschichte und Sozialwissenschaften (entweder Fortführung bis zum Ende des ersten Jahres der Qualifikationsphase oder Belegung eines Zusatzkurses im zweiten Jahr der Qualifikationsphase).