Wo finde ich Hilfe?
An wen kann ich mich wenden?

 

Bei privaten Problemen (gesundheitlicher, seelischer oder familiärer Art) hat die Schule oft wenig Einfluss. Sie kann verständnisvoll und nachsichtig sein, Möglichkeiten schaffen Leistungen nachzuholen, eventuell die Verlängerung der Aufenthaltsdauer beantragen,  Unterstützung, Bestärkung und Rat anbieten. Da es dabei auch um institutionelle Entscheidungen der Schule gehen kann, sollte die/der Jahrgangstufenleiter/in ins Vertrauen gezogen werden. Vor allem dann rechtzeitig, wenn Unterrichtsversäumnisse zu befürchten sind. Natürlich muss auch der Tutor informiert sein und sich kümmern können. In vielen Fällen kann Herr Schütz als Beratungslehrer weiter helfen oder Hilfe vermitteln.

Wenn man sich von anderen Schülern oder Lehrern unangemessen oder ungerecht behandelt fühlt, stehen mehrere Wege offen. Man sollte nicht sofort alle Menschenrechtsorganisationen einschalten, sondern den Streit möglichst im kleinen Kreis schlichten. Auch in diesem Fall würde ich den Rat des Tutors oder die/der Jahrgangstufenleiter/in einholen.
Häufig hat man Streitigkeiten mit verursacht und vermag eigenes Mitverschulden im kleineren Gesprächskreis eher einzusehen, als in Diskussionen in großer Runde mit übergeordneten Instanzen. Es hilft selten, in einem Problem die Spitze eines Eisbergs zu sehen.
Wenn ein Problem innerhalb einer Kursgemeinschaft gelöst werden kann, sollte man es auch dort lösen.

Vielleicht weiß auch der Tutor, wie zugänglich ein Kollege oder Mitschüler ist. Bedenken Sie dabei, dass ein Tutor im Gegensatz zur Jahrgangsstufenleitung Ihnen vielleicht Verschwiegenheit zusichern kann. Eine Jahrgangsstufenleiter/in hat natürlich auch eine amtliche Funktion auszuüben und für Gleichheit und Gerechtigkeit zu sorgen und darf bestimmte Informationen nicht zurückhalten. In den allermeisten Fällen kann Dein/e Jahrgangsstufenleiter/in Dir aber genauso gut weiter helfen, wie jeder andere Lehrer Deines Vertrauens.

Ich würde davon abraten, einen Lehrer bei seinen Kollegen oder Vorgesetzten anzuschwärzen - auch wenn das der Selbstgefälligkeit manchmal gut tut und emotional entlastet. Insgesamt beschädigt diese Strategie das vertrauensvolle Miteinander eines fehlertoleranten Systems.

Schüler kommen sehr schnell auf die Idee, den Kurs zu wechseln. Damit wird kein Problem gelöst - aber man löst sich von dem Problem. Weil es für Schüler oft nichtige Gründe gibt, von einem anderen Lehrer oder mit anderen Schülern unterrichtet zu werden, entscheidet über einen Kurswechsel in jedem Fall der Schulleiter auf der Basis  einer schriftlichen Begründung.

Die schwerwiegendsten Probleme entstehen aber dadurch, dass Du den Anforderungen der Schule nicht gerecht wirst. Hier gibt es viele Probleme und viele sinnvolle Varianten. Natürlich ist die jeweilige Kurslehrer/in zuständig.

Frau Dr. Rohde vermittelt Nachhilfeunterricht und organisiert "Schüler helfen Schülern".

Herr Pickmann berät bei einem Wechsel der Ausbildung und des Berufsziels. Viel zu selten wird ein Studium an einer der Fachhochschulen in Erwägung gezogen. Vor allem kommt es darauf an, sich seiner Stärken bewusst zu werden und Alternativen vor Augen zu haben.

Selbstverständlich hilft die Jahrgangsstufenleitung die Laufbahngefährdung abzuschätzen, Umwahlen, Wiederholung oder Rücktritt zu erwägen.

Herr Schütz hat schon viele Schüler bei der Bewältigung von Prüfungsängsten und Stress unterstützt.

Fragen lohnt sich und kostet nichts!