Am 28. Januar 2026 unternahmen wir im Rahmen des Q1 Erdkunde-Leistungskurses von Frau Xander eine Stadtexkursion durch die Fahrrad- und Studentenstadt Münster, um die historische Stadtentwicklung der Stadt vor Ort zu untersuchen. Unsere Exkursion begann am Hauptbahnhof Münster, von wo aus wir uns zu Fuß auf eine etwa 6 km lange Route begaben.
Unser erster Weg führte uns in Richtung Stadtmuseum (1). Auf diesem Weg überquerten wir zum ersten Mal die Promenade, welche den historischen Stadtkern umschließt. Sie ist heute dort, wo bis ca. 1770 die mittelalterliche Stadtmauer stand. Im Stadtmuseum Münster beschäftigten wir uns näher mit der Stadtgeschichte und den Stadtstrukturen. Diese lassen sich anhand der anschaulichen Modelle einfach nachvollziehen. Spannend war zu sehen, wie sich Münster im Mittelalter entwickelte. Nach vielen interessanten Einblicken in die Geschichte von Münster führte uns der Weg zum Prinzipalmarkt (2). Die Giebelhäuser spielten früher eine große Rolle, denn sie hatten eine große Bedeutung für den Handel in der Hansestadt.
Unser Weg führte uns nach einer Mittagspause über den Prinzipalmarkt zum Domplatz und dem St. Paulus-Dom (3), dem religiösen Wahrzeichen der Stadt. Auf dem Domplatz fand der Wochenmarkt statt, welcher eine Vielfalt an lokalen und regionalen Lebensmitteln anbietet.
Im weiteren Verlauf erreichten wir das Schloss Münster und das Gelände der Universität (4). Die Universität hat eine hohe Stellung für die Stadt, da heute über 60.000 Studierende in der Stadt leben, um an der Universität ihren Abschluss zu machen.
Nach einem längeren Weg über die Promenade erreichten wir den Aasee (5). Ein künstlich angelegter See, welcher als ein Naherholungsgebiet für die Stadt genutzt wird. Außerdem dient er Münster als Hochwasserschutz. An diesem Punkt haben wir uns auch mit den vielen Fahrradfahrern in Münster beschäftigt. Die Straßen von Münster werden immer mehr nach den Fahrradfahrern ausgerichtet. Zum Abschluss unserer Route gingen wir in den Stadthafen (6), der heute als Kreativkai bekannt ist. Das ehemalige Industrie- und Hafengebiet wurde in den letzten Jahren umgestaltet und ist nun ein modernes Viertel mit vielen gastronomischen Angeboten.
Insgesamt ermöglichte uns die Stadtexkursion, die historische Stadtentwicklung Münsters nachzuvollziehen. Durch die verschiedenen Stationen konnten wir als Gruppe erkennen, wie sich die Stadt von ihren mittelalterlichen Strukturen über den 2. Weltkrieg bis hin zu einer modernen, studentisch geprägten und fahrradfreundlichen Stadt entwickelt hat. Der direkte Vergleich von Vergangenheit und Gegenwart half uns dabei, die im Unterricht erlernten Inhalte besser zu verstehen und die Bedeutung von Stadtplanung und nachhaltiger Entwicklung zu erkennen.

