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Nachruf auf Wolfgang D. Sauer StD i.R. 18.Juli 1940 – 25.Juni 2026

Liebe Schulgemeinde,

uns erreichte letzte Woche die traurige Mitteilung, dass ein langjähriger und über seine Pensionierung hinaus äußerst verdienter Schloß-Kollege verstorben ist. Wir sprechen seiner Familie und seinen Freunden auf diesem Wege unser aufrichtiges Beileid aus.

Sein Weggefährte Wolfgang Wagner hat sich bereiterklärt, das Leben und Wirken von Herrn Sauer angemessen zu würdigen. Dafür danke ich ihm ganz herzlich.

Henrik Schepper (Schulleiter)


 

Im Juni 1969 wurden wir beide Referendare am Schloss-Gymnasium Benrath. Nach unserer Referendarzeit hat sich der damalige Schulleiter, OStD Both, für uns eingesetzt, und wir konnten ab 1971 an derselben Schule bleiben.

Herr Sauer musste sofort eine Unterprima (jetzt Jahrgangsstufe 12 bzw. Q1) als Klassenlehrer übernehmen, und ich war dort der Französischlehrer. Unvergessen war für uns alle die Busfahrt in die Provence. All das war die Basis für unsere jahrzehntelange Freundschaft.

Er unterrichtete Deutsch und Geschichte und er war ein kompetenter, engagierter Lehrer. Er war der tiefen Überzeugung, dass man Schüler und Schülerinnen ausbilden und bilden kann. Durch seine lockere, humorvolle Art war er in der Lage, Schüler und Schülerinnen anzusprechen und zu motivieren.

Nach dem Umzug in den Neubau an der Hospitalstraße wurde er der Koordinator der Oberstufe. Dabei hat er erfolgreich und kollegial mit den Beratungslehrern zusammengearbeitet, und er führte auch die Gespräche mit den beiden Nachbargymnasien, mit denen wir damals im LK-Bereich kooperiert haben.

Er war ein umgänglicher Kollege, der immer auf einen Ausgleich und Kompromiss aus war. Er war ein humorvoller Mensch, der eigentlich immer gut drauf war.

Die Judenverfolgung und die Morde an ihnen in der Nazi-Zeit und das aktuelle Leben der Juden in Deutschland waren für ihn ein Herzensthema. So hatte er Kontakte zur Mahn- und Gedenkstätte und der jüdischen Gemeinde in Düsseldorf-Derendorf. Als unsere Schule einen Austausch mit Israel in die Wege geleitet hatte, gehörte er zur ersten Gruppe, die 1987 mit Schülern und Schülerinnen nach Haifa flog. Und in den 1990ern hat er Schülergruppen ins ehemalige KZ nach Natzweiler-Struthof (Elsass) begleitet.

Ich weiß nicht mehr, wann er das regelmäßige Laufen begonnen hat. Ich weiß nur, dass er später an mehreren Marathons teilgenommen hat. Chapeau!

Nach seiner Pensionierung wurde er der Leiter des Benrather Heimatarchivs. In dieser Funktion organisierte er Vorträge und Ausstellungen. Es gab wohl niemanden, der sich in der Geschichte Benraths so gut auskannte wie er.

Herr Sauer hat während seiner Zeit als Lehrer am Schloß-Gymnasium Benrath (SGB) Generationen von Schülern und Schülerinnen unterrichtet und geprägt. Sie werden sich gern an ihn und seine offene, optimistische Art erinnern. Er hat immer versucht, jeden Einzelnen zu ermuntern.

Hier ist vielleicht nicht der Ort, auf seine zahlreichen Veröffentlichungen einzugehen. Auf jeden Fall hat es ihm immer große Freude bereitet, historische Recherchen anzustellen. In den Jubiläumsschriften des SGB war er immer der Chronist.

Ich bin traurig, dass Dieter nicht mehr unter uns ist. Aber ich bin auch dankbar, dass wir gemeinsam am SGB unterrichten durften, oft intensive Gespräche geführt haben und unsere Freundschaft bis zum Schluss blieb. Ich möchte seiner Frau, seinem Sohn und seiner Familie mein Mitgefühl aussprechen.

 

Wolfgang Wagner

Die Schloß-Gala

Wir feiern unseren Schloß-Geist

Erstmalig ist an unserer Schule eine Benefizgala veranstaltet worden, die ihresgleichen sucht.

Am Abend des 19.06.2026 versammelten sich sowohl Schülerinnen und Schüler als auch Lehrerinnen und Lehrer und Eltern, um gemeinsam einen stimmungsvollen Abend in Verbundenheit zu genießen und unseren Schloß-Geist zu feiern.

Tosenden Beifall gab es für die überwältigenden Leistungen, die einige unserer Schüler vollbracht haben.

Darunter fallen herausragende Ergebnisse in sportlichen Wettkämpfen, wie den Bundesjugendspielen oder auch den abgehaltenen Sponsorenläufen sowie besondere Leistungen und Errungenschaften in den verschiedensten Wettbewerben der Fächer Mathematik, Informatik, BioChemie und Erdkunde, in welchen unsere Schüler mit ihren Fähigkeiten überzeugen konnten.

Darüber hinaus wurden neben außerordentlichen Fähigkeiten in den Fächern Deutsch und Kunst auch herausragendes Engagement, wie das freiwillige Unterstützen verschiedener AGs, die Pflege der eigenen Cluster oder auch das Aushelfen an der Schule mithilfe von Talenten, wie dem 3D-Druck und anderweitigen technische Begabungen, geehrt. Dies alles ist mit unfassbarem Einsatz und Herzblut im schulischen und außerschulischen Kontext verbunden.

Belohnt wurden wir alle nicht nur damit, diesen einmaligen Abend miterleben und in vollen Zügen genießen zu dürfen, sondern jeder erhielt auch einen kleinen Anhänger in Form unseres Schloß-Geistes, der 3D gedruckt wurde und jeden Einzelnen an unsere Schule als eine Gemeinschaft erinnert.

Zur Feier des Tages folgte die festliche Übergabe der gesammelten Spenden durch diverse Sponsorenläufe an zahlreiche wohltätige Organisationen, die wir als unsere Partner willkommen geheißen haben. Im Zuge dessen wurde auch das Geheimnis hinter dem dynamischen Adventskalender gelüftet, der uns Alle gemeinsam so oft ins Grübeln gebracht hatte und durch welchen weitere Spenden für unsere Partner gesammelt wurden.

Musikalisch untermalt wurde diese fabelhafte Veranstaltung von wundervollen Darbietungen der Chöre und der Band-AG, die den Abend mit tollen Gesangseinlagen vom Lehrer- und Schülerchor sowie überwältigenden Talenten an verschiedensten Instrumenten bereichert haben und die so schnell nicht aus unseren Erinnerungen schwinden werden.

Geprägt durch liebevolle Worte, gestaltete das herausragende Moderatorenteam diese Gala und ließ uns den Schloß-Geist in jeder einzelnen Ansprache spüren.

Der Applaus im Verlaufe der Gala war demnach kaum mehr zu stoppen aufgrund der außerordentlichen Leistungen, die alle dort Anwesenden vollbracht haben, unabhängig davon, ob auf der Bühne, bei der Organisation und der Darreichung kulinarischer Köstlichkeiten durch die Q1. Nicht zu vergessen die Techniker, die die Bühne dauerhaft im Blick behielten und gewährleisteten, dass durch den Abend die Atmosphäre vermittelt wurde, die uns jetzt so in Erinnerung geblieben ist. Auch unsere Schulsanitäter sind zu erwähnen, die den ganzen Abend über ein waches Auge auf alle Gäste – gerade auch bei den hohen Temperaturen – hatten.

Dem ganzen Abend wohnte also ein besonderer Zauber inne. Unser Schloß-Geist. Wir hoffen alle auf eine baldige Wiederholung einer solchen Gala.

Liv-Solveig Hecker (EF)

Dankeschön vom Regenbogenland

Erebos – Theater am Schloß-Gymnasium

Erebos – Tritt ein oder kehr um!

Auch dieses Jahr hat die Theater-AG des Schloß-Gymnasiums das Publikum wieder am Abend des 09./10.06.2026 verzaubert. Unter Leitung von Frau Cindy Xander und Frau Katarina Wagner wurde dieses Jahr „Erebos“ auf die Bühne gebracht, eine selbst interpretierte Version des Romans. 

In nur einem Jahr schafften die 33 Schauspieler:innen es, eine beeindruckende dramaturgische Leistung hinzulegen und dieses Projekt so grandios umzusetzen. Die Liebe, Arbeit und Zeit, welche hinter dem Projekt stehen, sind kaum übersehbar und man konnte die Leidenschaft und den Spaß während der kompletten Aufführung spüren und wurde als Zuschauer mitgenommen. 

Auch die Technik war mal wieder hervorragend und sorgte durch perfektes Timing und Einsetzen von Ton und Licht für das perfekte Erlebnis und machte die Szenen lebendig. 

An beiden Vorstellungstagen war der Saal komplett gefüllt und das Publikum hörte vor Begeisterung nicht mehr auf zu klatschen. 

Ein großes Dankeschön an die Theater-AG und alle Beteiligten für solch wunderschöne Abende und hoffentlich nächstes Jahr auf ein Wiedersehen! 

Fiona Nelke (EF)

Erasmus+: Auftakt für eine neue Schulpartnerschaft mit Barcelona

Eine tolle Woche voller neuer Freundschaften, kultureller Erfahrungen und wichtiger Erkenntnisse über unsere (digitale) Welt!

Im Rahmen unseres Erasmus+-Austauschprogramms verbrachten wir eine spannende Woche in Barcelona, bei der das Thema Medienkompetenz im Mittelpunkt stand. Ein besonderes Highlight war die Unterbringung in Gastfamilien: Wir wurden herzlich von unseren Partner-Schüler*innen aufgenommen und erhielten so einen direkten Einblick in den spanischen Alltag.

Nach einem ersten Kennenlernen der Partnerschule arbeiteten wir jeden Tag gemeinsam mit Schüler*innen aus Spanien und Belgien an unserem Projekt zur Identifizierung von Fake News. Natürlich blieb auch Zeit, Barcelona gemeinsam mit unseren Gastgeber*innen zu entdecken: Vom historischen Barri Gòtic über entspannte Stunden am Strand bis hin zum beeindruckenden Panoramablick über die Stadt von einem der höchsten Gebäude Barcelonas aus, dem Torre Glòries. Eine tolle Woche voller Freundschaften, kultureller Erfahrungen und wichtiger Erkenntnisse über unsere (digitale) Welt!

Ahmed Ali

Die Zusammenarbeit mit der spanischen Partnerschule Institut Quatre Cantons war für beide Seiten ein voller Erfolg, sodass wir uns freuen, auch in Zukunft in Kontakt zu bleiben und partnerschaftlich an weiteren internationalen Projekten zu arbeiten. (Lk)

Vom Insektenhotel bis zur ersten Ernte

Im Schulgarten wächst und gedeiht es

Auch in diesem Schuljahr sind zehn Kinder der Schulgarten-AG mit viel Engagement und Freude dabei. Während in den Wintermonaten draußen noch wenig Gartenarbeit möglich war, wurde drinnen fleißig gewerkelt: Gemeinsam bauten wir ein Insektenhotel, stellten Meisenknödel her und züchteten erfolgreich Pilze, die später sogar geerntet werden konnten. Außerdem planten die Kinder mit großer Sorgfalt die neue Gartensaison. Gemeinsam entwickelten wir einen detaillierten Pflanz- und Ernteplan und berücksichtigten dabei auch die Ferienzeiten, damit unsere Pflanzen bestmöglich versorgt werden können.

Mit den ersten wärmeren Tagen begann dann die Arbeit im Freien: Tomaten wurden vorgezogen, die Hochbeete vorbereitet und neue Bodenbeete angelegt. Inzwischen wachsen dort bereits Salate, Gurken, Zucchini, verschiedene Tomatensorten, Möhren, Bohnen und Kohlrabi. Auch Mais und Kartoffeln wurden ausgesät und wir freuen uns schon auf die ersten Keimlinge. Die Mühe hat sich bereits ausgezahlt: Die ersten Salate konnten geerntet werden und auch einige süße Erdbeeren haben wir schon probiert.

Nun blicken wir gespannt auf unser nächstes großes Projekt. Aktuell warten wir noch auf die Zustimmung der Stadt, um gemeinsam mit den Kindern einen Geräteschuppen mit Regentonne zu bauen. Wir hoffen, dieses Vorhaben schon bald in die Tat umsetzen zu können und unseren Schulgarten damit weiter auszubauen. (Pei)

Menschwerdung zum Anfassen

Auf einer groß angelegten Bioexkursion erkundeten die 10ten Klassen die Evolution des Menschen

Evolution ist kein geradliniger Prozess und die Erforschung der menschlichen Entwicklungslinie ist alles andere als trivial. Im Neanderthal Museum blieb das für die Schülerinnen und Schüler kein abstraktes Wissen, sondern wurde zum Erlebnis.

Neben den eindrücklichen lebensechten Rekonstruktionen des Neandertalers, des Homo sapiens sapiens und natürlich von Lucy, dem berühmten Repräsentanten des Australopithecus afarensis wurden in der Führung durch die Ausstellung auch die Exponate zu den Nebenlinien thematisiert. Dabei erfuhren die Schülerinnen und Schüler viele Details, etwa dass die extrem starke Kaumuskulatur des Paranthropus ihren Halt an dem markant wie ein Irokesenschnitt aufragenden Scheitelkamm fand.

Zur Exkursion gehörte aber nicht nur der Besuch der gut aufbereiteten und aspektreichen Ausstellung, sondern mit einem Workshop auch das vergleichende forschende Arbeiten an Repliken verschiedener homininer und tierischer Fossilien. In fünf verschiedenen Stationen beschäftigten sich die Schüler und Schülerinnen dabei mit verschiedenen Skelettfragmenten und untersuchten u.a. die mit der Herausbildung des aufrechten Ganges einhergehenden Veränderungen, die Umgestaltungen des Gebisses und der Füße. Besonders durch diese Auseinandersetzungen wurde für die Schülerinnen und Schüler deutlich, dass aus den oft nur fragmentarischen und beschädigten Fundstücken, die zudem von jungen, alten, gesunden und kranken Vertretern unserer Ahnenreihe stammen können, keine einfachen Rückschlüsse auf unsere Evolutionsgeschichte zu gewinnen sind.

Differenzierte Sichtweisen ergaben sich auch mit Blick auf die kulturelle Evolution. Einer allzu schlichten Vorstellung vom technischen Fortschritt wirkte beispielsweise die Information entgegen, dass die Menschen der Steinzeit mit Klingen aus Obsidian bereits über Werkzeuge sehr hoher Qualität verfügten und Obsidianklingen auch heute wieder in der Chirurgie eingesetzt werden.

Ebenso lehrreich war der Gang durch Geschlechterverhältnisse: Dass vor der neolithischen Revolution auch Frauen auf Großwildjagd gingen, wie entsprechende Jagdverletzungen an weiblichen Skeletten belegen, sorgte bei einigen Schülern und Schülerinnen für Erstaunen.

Die von Sabine Martini und Sebastian Mohr organisierte Exkursion fand bei bestem Wetter statt. Das zog nicht nur einen entspannten Spaziergang zum und Blick vom Aussichtsturm bei der Fundstelle nach sich, sondern motivierte schon vorher einige besonders sportliche Schüler der 10a, die 12 km ihres Hinwegs joggend zurückzulegen. (CKE)