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Einladung zum Vortrag – 02.07.2026 / 18.00 Uhr

Handys, Windräder und Bakterien

Öffentlicher Vortrag am Schloß-Gymnasium am 02.07.26, 18.00 Uhr zur Grundlagenforschung gegen die Seltenerdkrise

Egal ob Smartphones, Laptops oder Windkraftanlagen, ohne Seltenerdmetalle gäbe es viele unserer modernen Technologien nicht so, wie wir sie kennen. Obwohl Seltenerdmetalle nicht so selten sind, wie ihr Name vermuten lässt, bringt uns die hohe Nachfrage, der umweltschädliche Abbau und die massive Monopolstellung einzelner Länder am Rohstoffweltmarkt immer wieder in Bedrängnis. Aktuell werden aber nicht mehr als circa 1% der eingesetzten Seltenerdmetalle wieder zurückgewonnen. Warum? Es fehlt an nachhaltigen und ökonomisch lohnenswerten Recyclingmethoden. Genau hier setzt die Grundlagenforschen im Arbeitskreis Daumann an der Heinrich-Heine-Universität an: Mit der Hilfe von Bakterien für ein biologisch-inspiriertes und nachhaltiges Recycling von Seltenerdmetallen.

Dr. Sophie Gutenthaler-Tietze & Pia Heinrichs M.Sc. stellen in einem Vortrag ihre Forschung vor. Die beiden Chemikerinnen bringen zudem im Rahmen von Meet a Scientist ihre Forschung an Schulen in NRW, um Schüler:innen mit spannenden Anschauungsmaterial und persönlichen Geschichten für Naturwissenschaften zu begeistern.

Der Vortrag richtet sich an alle Interessierten – ein Abend für alle, die neugierig auf aktuelle Themen und deren Erforschung sind.

Vom Insektenhotel bis zur ersten Ernte

Im Schulgarten wächst und gedeiht es

Auch in diesem Schuljahr sind zehn Kinder der Schulgarten-AG mit viel Engagement und Freude dabei. Während in den Wintermonaten draußen noch wenig Gartenarbeit möglich war, wurde drinnen fleißig gewerkelt: Gemeinsam bauten wir ein Insektenhotel, stellten Meisenknödel her und züchteten erfolgreich Pilze, die später sogar geerntet werden konnten. Außerdem planten die Kinder mit großer Sorgfalt die neue Gartensaison. Gemeinsam entwickelten wir einen detaillierten Pflanz- und Ernteplan und berücksichtigten dabei auch die Ferienzeiten, damit unsere Pflanzen bestmöglich versorgt werden können.

Mit den ersten wärmeren Tagen begann dann die Arbeit im Freien: Tomaten wurden vorgezogen, die Hochbeete vorbereitet und neue Bodenbeete angelegt. Inzwischen wachsen dort bereits Salate, Gurken, Zucchini, verschiedene Tomatensorten, Möhren, Bohnen und Kohlrabi. Auch Mais und Kartoffeln wurden ausgesät und wir freuen uns schon auf die ersten Keimlinge. Die Mühe hat sich bereits ausgezahlt: Die ersten Salate konnten geerntet werden und auch einige süße Erdbeeren haben wir schon probiert.

Nun blicken wir gespannt auf unser nächstes großes Projekt. Aktuell warten wir noch auf die Zustimmung der Stadt, um gemeinsam mit den Kindern einen Geräteschuppen mit Regentonne zu bauen. Wir hoffen, dieses Vorhaben schon bald in die Tat umsetzen zu können und unseren Schulgarten damit weiter auszubauen. (Pei)

Menschwerdung zum Anfassen

Auf einer groß angelegten Bioexkursion erkundeten die 10ten Klassen die Evolution des Menschen

Evolution ist kein geradliniger Prozess und die Erforschung der menschlichen Entwicklungslinie ist alles andere als trivial. Im Neanderthal Museum blieb das für die Schülerinnen und Schüler kein abstraktes Wissen, sondern wurde zum Erlebnis.

Neben den eindrücklichen lebensechten Rekonstruktionen des Neandertalers, des Homo sapiens sapiens und natürlich von Lucy, dem berühmten Repräsentanten des Australopithecus afarensis wurden in der Führung durch die Ausstellung auch die Exponate zu den Nebenlinien thematisiert. Dabei erfuhren die Schülerinnen und Schüler viele Details, etwa dass die extrem starke Kaumuskulatur des Paranthropus ihren Halt an dem markant wie ein Irokesenschnitt aufragenden Scheitelkamm fand.

Zur Exkursion gehörte aber nicht nur der Besuch der gut aufbereiteten und aspektreichen Ausstellung, sondern mit einem Workshop auch das vergleichende forschende Arbeiten an Repliken verschiedener homininer und tierischer Fossilien. In fünf verschiedenen Stationen beschäftigten sich die Schüler und Schülerinnen dabei mit verschiedenen Skelettfragmenten und untersuchten u.a. die mit der Herausbildung des aufrechten Ganges einhergehenden Veränderungen, die Umgestaltungen des Gebisses und der Füße. Besonders durch diese Auseinandersetzungen wurde für die Schülerinnen und Schüler deutlich, dass aus den oft nur fragmentarischen und beschädigten Fundstücken, die zudem von jungen, alten, gesunden und kranken Vertretern unserer Ahnenreihe stammen können, keine einfachen Rückschlüsse auf unsere Evolutionsgeschichte zu gewinnen sind.

Differenzierte Sichtweisen ergaben sich auch mit Blick auf die kulturelle Evolution. Einer allzu schlichten Vorstellung vom technischen Fortschritt wirkte beispielsweise die Information entgegen, dass die Menschen der Steinzeit mit Klingen aus Obsidian bereits über Werkzeuge sehr hoher Qualität verfügten und Obsidianklingen auch heute wieder in der Chirurgie eingesetzt werden.

Ebenso lehrreich war der Gang durch Geschlechterverhältnisse: Dass vor der neolithischen Revolution auch Frauen auf Großwildjagd gingen, wie entsprechende Jagdverletzungen an weiblichen Skeletten belegen, sorgte bei einigen Schülern und Schülerinnen für Erstaunen.

Die von Sabine Martini und Sebastian Mohr organisierte Exkursion fand bei bestem Wetter statt. Das zog nicht nur einen entspannten Spaziergang zum und Blick vom Aussichtsturm bei der Fundstelle nach sich, sondern motivierte schon vorher einige besonders sportliche Schüler der 10a, die 12 km ihres Hinwegs joggend zurückzulegen. (CKE)

Der Wald in der Dose

Die Ausstellung „Mythos Wald“ ist der dritte Teil einer Trilogie, welche unsere Erde und ihre Lebensräume zeigt, erklärt und ihre Zerbrechlichkeit beschreibt. Die 8b besuchte die Ausstellung im Rahmen einer Bio-Exkursion.

Eine Reportage des Autorenteams Till B., Musab und Philipp feat. CKE

Alles wird dunkler und leiser, als wir das eiserne Monstrum betreten.  Es ist eine andere Atmosphäre als draußen. Eine Vielzahl von einzeln ausgeleuchteten Ausstellungsstücken zeigen sich uns in der Dunkelheit des großen Raumes. Doch eines sticht heraus: Ein mächtiges Skelett, welches uns am Beginn des Rundgangs anstarrt. Das Skelett stammt von einem eiszeitlichen Säugetier, einem Mitglied der Hirschfamilie, wie sich an seinem imposanten Geweih direkt vermuten lässt. Angesichts seiner Größe wirkt sein Name Riesenhirsch mehr als berechtigt.

Das eiserne Monstrum, in dem wir uns nun bewegen – ein gigantisches dunkelgraues Fass aus Stahl –, gehört in eine vergleichbare Klasse wie der Hirsch: es handelt sich um Europas größten Scheibengasometer. 118 Meter ragt er in die Höhe und misst ca. 68 Meter im Durchmesser. 1929 wurde er in Betrieb genommen und dient nach einem Umbau seit 1994 als Ausstellungshalle.

Die von unserer Klassenlehrerin Frau Marquardt organisierte Bio-Exkursion, die uns heute am 29.4. nach Oberhausen geführt hat, bietet uns mit der Ausstellung „Mythos Wald“ nicht nur Einblicke in die verschiedenen Ausprägungen dieses Ökosystems weltweit, sondern durch das Gebäude auch ein Stück Industriegeschichte.

Dass in der riesigen Blechdose einmal Gichtgase – ein Abfallprodukt der umliegenden Stahlindustrie – und später energetisch höherwertiger Koksgase der Kokerei Osterfeld gespeichert wurde, können wir uns erstmal nicht richtig vorstellen. Das ändert sich aber mit den Erklärungen unseres Guides Nils Kloth: Er erzählt uns, dass die über uns befestigte Gasdruckscheibe, die heute als erste Etage des Ausstellungsgebäudes dient, mit ihrem Gesamtgewicht von nicht weniger als 1207 Tonnen auf dem von unten in den Gasometer eingeleiteten Gas schwamm und so den Druck zu seiner Weiterleitung erzeugte.

Im Erdgeschoss und auf der ersten Etage schlängelt sich unser Weg vorbei an beeindruckenden großformatigen Fotoarbeiten und Vitrinen mit ausgestopften Tieren. Auf einem Foto zieht sich ein Gewirr von gelben Linien durch das Unterholz – die Langzeitbelichtung der Flugwege von Leuchtkäfern fasziniert uns. Mit dem Kugelspringer lernen wir einen besonderen Akrobaten des Waldes kennen – er ist zwar nur 1,8 mm groß, erreicht bei seinen Sprüngen aber das 60fache seiner Körpergröße und vollführt dabei bis zu maximal unglaubliche 368 Rückwärtssaltos pro Sekunde!

Während es im Untergeschoss hauptsächlich um europäische Wälder geht, betreten wir mit der ersten Etage die Wälder Afrikas und Amazoniens. Auch hier überraschen die gezeigten Waldbewohner – etwa die Aufnahme eines farbenprächtigen Tukans oder eines rosafarbenen Wald-Delfins. Nils Kloth führt uns hier aber vor allem zu den Aufnahmen, die Gefährdungen der einmaligen Ökosysteme durch uns Menschen zeigen: Eine riesige in den Urwald Yucatáns geschlagene Schneise, auf der eine Bahnstrecke entstehen soll; Terrassen einer gerade abgeholzten Ölpalmenmonokultur, auf denen eine Elefantenfamilie herumirrt; ein getöteter Berggorilla, den Kriminelle zur Einschüchterung der Behörden erschossen haben, damit diese die Ermittlungen zu illegalen Rodungen einstellen. Die Ausführungen von Nils Kloth zu diesen Themen sind bedrückend, aber er legt auch ein paar passende Verhaltensweisen nahe: Auf Palmölprodukte sollte man besser verzichten und ebenfalls auf Holzkohle aus dem tropischen Regenwald – auch wenn die Hersteller mit verschiedenen Kennzeichnungstricks versuchen, die Zusammensetzung und die Herkunft ihrer Produkte zu verschleiern.

Staunenswert schön wird es auf der zweiten Etage des Gasometers: Ungläubig steigen wir die schmale Treppe hinauf, denn über uns hebt sich ein übergroßer Lichtbaum in die Höhe. Fraglos das Highlight der Schau: Die eigens für die Ausstellung geschaffene Indoor-Lichtinstallation „Der Baum“ wächst 35 Meter hoch in den dunklen Raum des Gasometers. Das Kunstwerk gibt den Blick frei auf die Prozesse am und im Baum während eines Jahreslaufes. Zehn Kapitel zeigt die Lichtskulptur mit spektakulären Animationen: Erwachen, Wasseraufnahme, Aufblühen, Nähr- und Botenstoffe, Sonnenblinzeln, Regen, goldener Herbst, Winternacht, Blitz und Traumzeit. Die Sitzsäcke unter dem Kunstwerk laden dazu ein – unterstützt von der zur Installation gehörenden Musik -, sich in den Baum hineinzuträumen.

Und mit noch einer weiteren Attraktion wartet die Ausstellung auf: Mit dem Fahrstuhl geht es hinauf und der eben noch überragend große erscheinende Baum kommt erst auf Augenhöhe und schrumpft dann spektakulär unter einem zusammen, weil 35 Meter dann doch wenig sind in einer 181 Meter hohen Stahltonne. Oben angekommen bietet sich vom Dach des Gasometers ein weit in die Ferne reichender Rundblick.

Einladung zum Vortrag – 24.04.2026 / 18.00 Uhr

Watch that scene, gibbon the dancing queen

Öffentlicher Vortrag am Schloß-Gymnasium am 24.04.26, 18.00 Uhr

Gibbons, die kleinen Menschenaffen aus Südostasien, zählen zu den beeindruckendsten Kommunikationstalenten im Tierreich – und dennoch stehen sie selten im Fokus von Forschung und Öffentlichkeit. Dabei haben neuere Studien gezeigt: Diese Primaten können nicht nur kunstvoll singen, sondern bewegen sich auch rhythmisch – sie „tanzen“. Doch wie genau funktioniert diese außergewöhnliche Form der Verständigung, und warum hat sie sich entwickelt?

Diesen spannenden Fragen widmet sich der Vortrag des Zoologen Dr. Kai Caspar, der Einblicke in aktuelle Forschungsergebnisse und die verblüffenden Fähigkeiten dieser Tiere gibt.

Der Vortrag richtet sich an alle Interessierten – ein Abend für alle, die neugierig auf die Geheimnisse der Tierwelt sind.

Frühling lässt sein blaues Band…

Frühblüher im Schlosspark

Bei strahlendem Sonnenschein machte sich die 8b am 18. März auf den Weg in den englischen Garten des Schlossparks. Perfekte Bedingungen – Frühblüher zeigen sich genau jetzt und diese Pracht ist leider nur von kurzer Dauer.

Ausgerüstet mit einer Karte und schwarz-weiß Abbildungen ging es zuerst auf Entdeckungstour: Acht verschiedene Pflanzen (darunter Veilchen und Blaustern) mussten gefunden werden und dank genauer Standortangaben wurde aus dem Spaziergang eine kleine „Schatzsuche“.

Schließlich wurde in 3er-Teams jeweils eine Art genauer unter die Lupe genommen. Mit Hilfe von Zusatzinfos mussten Fragen zu den Pflanzen beantwortet werden – von Besonderheiten bis zu Lebensraum und Aussehen.

Als Gemeinsamkeit der Frühblüher wurde erkannt, dass sie alle Speicherorgane besitzen. So können sie früh im Jahr Blüten und Früchte bilden, bevor die Bäume Blätter tragen.

Und als Fazit der kleinen Exkursion war sich die 8b einig:

Lernen macht so doppelt Spaß. ☀️🌷🌱🔍📄✏️